Pressarchiv 2015

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Bericht: Kieler Nachrichten vom 25.8.2015 Die Kieler Nachrichten im Internet
 

Ein Leben mit der Königin

Siegfried Pohl feiert in Schwentinental sein 35-jähriges Dienstjubiläum

SCHWENTINENTAL. An seinen Start in der Kirchengemeinde Raisdorf kann sich Siegfried PohI noch gut erinnern. Walter Schroeter war damals Pastor, und bereits am zweiten Tag stand eine Beerdigung an. Das ist nun 35 Jahre her. Das Dienstjubiläum wird am Sonntag, 30. August, mit einem besonders musikalischen Gottesdienst in der St.-Martins-Kirche in Schwentinental gefeiert. Es wird das letzte sein, denn in zwei Jahren geht Pohl in den Ruhestand.

PohlFoto: Siegfried Pohl an seinem Lieblingsinstrument. Seit 35 Jahren ist er Organist in der St.-Martins-Kirche.

Seine Ausbildung erhielt der heute 63-Jährige an der Musikhochschule Lübeck. Nach einer ersten Anstellung lernte er zunächst noch einen ganz anderen Beruf - medizinischer Bademeister - bevor er sich endgültig für die Kirchenmusiker-Laufbahn entschied und schnell in Raisdorf landete. Alltag und Aufgaben eines Kirchenmusikers haben sich im Laufe der Jahrzehnte verändert: ,,Früher wurde zwischen E- und U-Musik getrennt", erinnert sich Pohl. ,,Ich bin in einer Zeit groß geworden, wo noch der Lehrer die Orgel gespielt hat." Heute sei die Zugehörigkeit zur Kirche nicht mehr selbstverständlich. Die Kirchenmusik müsse neue Wege gehen und die ,,Kinder und jungen Leute dort abholen, wo sie sind".

Es sei sinnvoll, die vielfältigen Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Pohl teilt sich die Chorarbeit in Raisdorf mit Peter Hinze. Er selbst leitet den Singkreis und den Posaunenchor, außerdem hilft er als Organist in Preetz aus. Von Anfang an war er außerdem als Klavierlehrer in der Kreismusikschule aktiv.

Beim Rückblick aus die 35 Jahre im Dienst gebe es ,,Höhen und Tiefen", so Pohl. Beispielsweise ist er von der Umgestaltung des Altarraums in St. Martin wenig begeistert. Zu den schönen Erinnerungen gehören die Aufführungen des alten Kirchenchores und die vielen Geburtstagsständchen des Posaunenchors mit dem Trompete spielenden Pastor Walter Schroeter.

Beim Jubiläumsgottesdienst werden die früheren Mitglieder Christian und Matthias Lemke mit der Trompete zu hören sein, ebenso wie Pastorin Diana Wegener mit der Querflöte und der Singkreis.

Die Orgel als ,,Königin der Instrumente" ist für ihn weit mehr als ein Teil seines Berufs. Im Urlaub besucht er Kirchen mit historischen Orgeln, nimmt Kontakt mit den Kollegen auf und darf dann meist auch auf den fremden Orgeln spielen. Noch auf seiner Wunschliste: ,,die Silbermann-Orgel im Freiberger Dom und die Stellwagen-Orgel in Stralsund nach der Renovierung.

Sel


Bericht: Kieler Nachrichten vom 12.2.2015 Die Kieler Nachrichten im Internet
 

Die Neuen stellen sich vor

Maria Paschen und Diana Wegener teilen sich eine Pastorenstelle in Schwentinental

Schwentinental. In der Kirchengemeinde Raisdorf in Schwentinental gibt es seit Monatsbeginn zwei neue Gesichter: Maria Paschen, 32, und Diana Wegener, 42, teilen sich die zweite Pastorenstelle neben Fredt Winkelmann. Pastor Volker Maly, der eigentlich schon im Ruhestand war und in Raisdorf die vergangenen Monate ausgeholfen hatte, wird am 1. März offiziell verabschiedet.

Von Andrea Seliger

Noch haben die drei Pastoren ihre Aufgaben nicht aufgeteilt, viel haben die beiden Neuen in ihren erster Tagen auch nicht von Raisdorf gesehen. Beide Pastorinnen sind noch ",im Probedienst", sie sind als Berufsanfängerinnen der Gemeinde zugewiesen worden. Diana Wegener hatte zwar schon einmal eine Stelle in Lüneburg. Wegen ihrer beiden Kinder (inzwischen zehn und zwölf Jahre alt) legte sie jedoch eine Längere Pause ein, ihre eine Tochter ist blind. Zuletzt hatte sie bereits wieder eine Vertretungsstelle in der Nähe von Bad Segeberg übernommen: ,"Dabei habe ich gemerkt, dass ich mich doch nach meinem Beruf gesehnt habe", so Wegener.

Maria Paschen war zunächst als Diakonin in der Jugendarbeit tätig, bevor sie sich zum Theologiestudium entschloss. "Im Vikariat habe ich noch einmal ganz andere Sachen erlebt - zum Beispiel, Trost und Hoffnung im Trauerfall zu spenden", sagt sie. Maria Paschen hat nun gerade das zweite Examen hinter sich und wird am 1. März in Schleswig ordiniert. Mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn (1,5 Jahre alt) will sie Ende des Jahres in das Pastorat im St.-Martins-Weg einziehen.

Diana Wegener wohnt mit ihrer Familie in Flintbek und ist wegen ihrer blinden Tochter von der Residenzpflicht befreit. Nach drei Jahren muss der Kirchengemeinderat darüber abstimmen, ob sie übernommen werden, dann können sie sich aber auch selbst woanders bewerben. "Glauben ist etwas fröhlich Machendes, etwas Tragendes", sagt Diana Wegener - und das möchte sie auch anderen vermitteln. Maria Paschen sieht das ganz ähnlich: ,,Ich habe den Glauben als etwas erlebt, das mein Leben bereichert." Beide freuen sich auch auf die Begegnung mit den vielen verschiedenen Menschen aller Altersgruppen und Milieus.

Der offizielle Vorstellungsgottesdienst ist für Sonntag, 29. März, 15 Uhr, geplant.

Pastoren

Maria Paschen (links) und Diana Wegener sind Pastorinnen "im Probedienst". Nach drei Jahren entscheidet der Kirchengemeinderat, ob sie übernommen werden.


Foto Seliger

 

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