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Quelle: Kieler Nachrichten vom 17.12.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Lob auch von vielen Skeptikern

Erster Gottesdienst in der „neuen″ Kirche

Schwentinental. „Einfach toll″, „sehr stimmungsvoll″: Die Reaktionen auf den neu gestalteten Altarbereich fielen durchweg positiv aus. Dabei gehörten einige Besucher des Festgottesdienstes zur Einweihung der neuen Raisdorfer St. Martinskirche anfangs durchaus zu den Skeptikern des Umbaus.

Von Christoph Kuhl


Besucher
„Die moderne Kirchen-Neugestaltung dürfte vor allem jüngere Menschen ansprechen“, vermutet Constanze Husfeld, hier mit ihrer Tochter Caroline. Fotos Kuhl
„Zu Beginn war ich doch sehr skeptisch″, räumte beispielsweise Jürgen Toziegel ein, der 1957 noch  in der Baracken- Kapelle konfirmiert worden war und das During-Kreuz später in der Kirche „dort sehr schön fand″. Jetzt aber ist er sehr angetan vom neuen Innenraum der Kirche: „Und ich finde, dass Kirche sich nach 50 Jahren auch einfach mal erneuern muss.″ Auch Inge Prochaskas Wunschvorstellung sei es zu Beginn gewesen, das During- Kreuz an seinem angestammten Platz zu belassen. „In die umgestaltete Kirche, die mir außerordentlich gut gefällt, würde das Kreuz aber gar nicht mehr passen″, urteilt die Raisdorferin heute. Auch Joachim Höft, aus Pasewalk stammender Neu- Schwentinentaler, begrüßt die Neugestaltung. Ihm war das Christus-Kreuz „immer viel zu mächtig″. Dafür hat es ja nun, wie berichtet, ein neues Zuhause im Haus der Kirche gefunden – „ein würdiger Ort″, so Brigitte Förster. „Ich finde vor allem das Lichtkonzept toll. Das schafft zu den verschiedenen kirchlichen Anlässen eine ganz eigene Atmosphäre.″ Davon waren auch Constanze Husfeld und ihre Tochter Caroline begeistert. „Die moderne, helle Gestaltung des Kircheninnenraums wird sicher auch junge Menschen ansprechen″, ist Constanze Husfeld überzeugt.

Ist das neue Kreuz im Altarbereich nun zu klein, wie von einigen Gottesdienstbesuchern kritisch angemerkt wurde? „Nein, das finde ich überhaupt nicht. Es fügt sich doch harmonisch in die jetzt klare Gestaltung des Altarraums ein″, so die Einschätzung von Dörte Storm. In seiner Predigt ging Propst Matthias Petersen noch einmal auf die „Zwietracht″ in der Kirchengemeinde ein. „Erbitterte Streitigkeiten″ habe es in Raisdorf, wie kirchliche Aufzeichnungen belegten, auch vor 60 Jahren schon gegeben. „Auch dieser jetzige Streit wird nicht bleiben″, so Petersen.

Pastor Klaus Grottke und Architektin Nicole Stölken dankten allen an dem Umbau Beteiligten. Dem Licht komme in der Neukonzeption mit seiner atmosphärischen Prägung der liturgischen Abläufe eine besondere Bedeutung zu, so die Hamburger Architektin. Von den verschiedenen computergesteuerten Licht- Einstellungen zu Weihnachts oder Ostergottesdienst etwa, Konzerten, Taufen, Meditationen konnten sich die Besucher dann zum Abschluss des Festgottesdienstes ein Bild machen. 

Meinungen


Quelle: Kieler Nachrichten vom 14.12.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Altarraum heller und moderner

St. Martins-Kirche in Schwentinental wird mit Festgottesdienst eingeweiht

Schwentinental. Nach Monaten der Bauarbeiten wird die St. Martins-Kirche in Schwentinental-Raisdorf nun geputzt und die Orgel wieder ausgepackt: Mit einem Festgottesdienst soll am Sonntag, 16. Dezember, ab 10 Uhr der umgestaltete Kirchenraum eingeweiht werden. Die Predigt hält Propst Matthias Petersen, die Architektin und der Kirchengemeinderat stehen für Fragen zur Verfügung.

Heller und moderner wirkt der Altarraum nun, um dessen Umgestaltung es so viele Diskussionen in der Kirchengemeinde Raisdorf gegeben hatte. Altar, Kanzel und Taufbecken sind einheitlich in italienischem Travertin-Gestein gehalten. Die neue Gruppierung dieser Prinzipalstücke ist aber gar nicht so neu. Wie berichtet, waren im Zuge der Umbauarbeiten in einer Bleikapsel alte Zeichnungen der Kirche von 1956 aufgetaucht – diese, darauf weisen Pastor Klaus Grottke und Jens Gloyer aus dem Kirchengemeinderat hin, zeigen eine ganz ähnliche Altarraum-Aufteilung mit einer Kanzel links, einer festen Taufe rechts und einem kleinen Kreuz.

Neu ist natürlich die helle Podestlandschaft, die die Trennung zwischen Altarraum und Gemeinde verringern soll. Die alten Hängelampen sind durch LED-Strahler ersetzt worden, durch die künftig auch einiges an Stromkosten gespart wird. Eine LED-Leiste wurde außerdem im Dach des Altarraums angebracht und die ganze Kirche innen frisch gestrichen. Ganz neu ist das Lichtkonzept für den Altarraum: Mit einem einfachen Knopfdruck können dort künftig je nach Bedarf vorprogrammierte Leuchten-Konstellationen eingeschaltet werden: volle Lichtstärke für den Festgottesdienst, auf Becken und Altar konzentrierte Strahler bei der Taufe oder sparsame Illumination zum Abendgottesdienst oder zur Meditation.

Die Kosten für die Umgestaltungsmaßnahme, so berichten Grottke und Gloyer, blieben mit rund 180 000 Euro genau im vorgesehenen Rahmen. Neu dazu kam allerdings die energetische Sanierung des Daches, da die alte Dämmung nicht mehr den Brandschutzvorschriften entsprach.

Das Pastorat im Fernsichtweg soll nach dem Auszug von Pastorin Simone Liepolt, die bekanntermaßen nach Heikendorf wechselt, ebenfalls erst energetisch saniert werden, bevor eine Nachfolgerin dort einzieht. Das alte Gemeindehaus im St. Martins-Weg dagegen soll, wie schon seit langem beschlossen, mittelfristig verkauft werden.

sel

Kirche

Blick von der Empore in den neu gestalteten Altarraum der St. Martins-Kirche: Kanzel, Altar und Taufbecken sind jetzt einheitlich aus hellem Travertin-Gestein. Mithilfe neuer LED-Leuchten sind außerdem verschiedene Beleuchtungsszenarien möglich. Foto Seliger

 


Quelle: Kieler Nachrichten vom 8.12.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Mit Wehmut Freude auf den Wechsel

Simone Liepolt
Pastorin Simone Liepolt wechselt von Raisdorf nach Heikendorf.  Foto Seliger
Schwentinental: Pastorin Simone Liepolt wird morgen verabschiedet Schwentinental/Heikendorf. Es  ist soweit: Pastorin Simone Liepolt wechselt wie angekündigt von der Kirchengemeinde Raisdorf nach Heikendorf.

Sie wird am morgigen Sonntag, 9. Dezember, ab 17 Uhr im Haus der Kirche in Schwentinental verabschiedet. Am Sonntag, 16. Dezember, ist ihr Einführungsgottesdienst in Heikendorf. Zehn Jahre lang war Simone Liepolt in der Kirchengemeinde Raisdorf tätig. Zur Stellenbeschreibung damals, daran erinnert sie sich noch genau, gehörte ausdrücklich, sich um eine nachwachsende Gemeinde, also junge Familien, zu kümmern. Simone Liepolt gründete Eltern-Kind- Kreise, der wachsende Kindergarten war eine Konsequenz daraus. Heute seien junge Familien richtig gut verwurzelt in der Gemeinde, so die Pastorin, die besonders stolz auf den Kindergarten- Neubau im Fernsichtweg ist: „Hier hinterlasse ich ein gut bestelltes Feld.″

Aber auch die Betreuung der Senioren und die kirchlichen Amtshandlungen haben ihr Freude bereitet. Simone Liepolt zeigte sich offen für Taufen und Trauungen an ungewöhnlichen Orten – ob am Strand, an der Schwentine oder im heimischen Garten. Und einen Gottesdienst mit nur fünf Leuten, wie man ihr die Verhältnisse in Raisdorf zuvor geschildert hatte, „habe ich zum Glück nie erlebt″.

Nun sind ihre beiden Söhne, 22 und 24 Jahre alt, aus dem Haus – und neue Wege für die 47-Jährige deshalb möglich. Trotzdem war sie zunächst vorsichtig, als sie aus Heikendorf zur Bewerbung angeregt wurde. „Ich habe dort ein ganz tolles Vikariat gehabt″, erinnert sie sich an die Zeit von 1995 bis 1997. Der heutige Propst Matthias Petersen war dort ihr Ausbilder, aus der Gemeinde habe sie viel Ermutigung erfahren. Nostalgie ist allerdings nicht ihre Sache. Erst nach dem Besuch eines Gottesdienstes dort, einem Gespräch mit Pastor Tom Beese und einer Besichtigung des heutigen Heikendorfs („da hat sich ja so viel verändert″) bewarb sie sich.

Dass sie im Zuge der Raisdorfer Kirchen-Umgestaltung und dem Streit um den Ort für das During-Kreuz auch persönlich heftig angegriffen wurde, sei nicht die Ursache für den Wechsel, stellt sie klar. Es habe ihr aber den Abschied leichter gemacht.

Dass viele aus der Raisdorfer Kirchengemeinde sie ungern ziehen lassen, ist an den Reaktionen abzulesen, die die Ankündigung des Wechsels nach sich zog. Simone Liepolt ist gerührt – und freut sich doch auf ihre neue Aufgabe, bei der sie weiter „das Ohr an den Menschen haben will″.

Liepolts Aufgaben in Raisdorf übernimmt nun vertretungsweise Pastorin Kathrin Schleupner.

sel



 


Quelle: Kieler Nachrichten vom 28.11.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Tauschring bietet Taler gegen Talent

 Kirchengemeinde Raisdorf schließt sich mit vorerst neun Mitgliedern der Idee anderer Orte an.

Schwentinental. Statt Geld zu bezahlen Talente tauschen – diese Idee setzt sich immer weiter durch. Am Wochenende wurde auch in der Kirchengemeinde Raisdorf in Schwentinental ein Tauschring gegründet, die „St. Martins- Talente″. Die Gruppe ist aber auch für Teilnehmer jenseits der Kirchengemeinde und Stadtgrenzen offen: „Jeder kann mitmachen″, so die Gründerinnen Sibylle Schwandt, Svenja Greve, Juliane Matthiessen und Judith Baines.

Wie so ein Tauschring funktioniert, erläutert Sybille Schwandt an einem Beispiel: Wer gerne einen Kuchen hätte, aber keine Zeit oder kein Talent zum Backen hat, meldet sich bei der Person, die Kuchenbacken anbietet. Eine Liste über alle Angebote erhalten die Interessenten nach dem Beitritt. Die Materialkosten für den Kuchen muss der „Besteller″ bezahlen, der Zeitaufwand wird jedoch in „Martinstalern″ auf den Tauschring-Konten der Beteiligten notiert. „Eine Stunde Arbeit entspricht vier Martinstalern″, so Sibylle Schwandt.

Befürchtungen, das System könne ausgenutzt werden, haben die Organisatorinnen nicht und stützen sich dabei auf die guten Erfahrungen anderer Tauschringe. Bisher gibt es neun Mitglieder, angeboten werden Talente vom besagten Kuchenbacken bis hin zur Computerhilfe. Und weitere Anbieter sind willkommen. Das könnten unter anderem praktische Hilfen im Alltag wie Fahrdienste, Vorhänge aufhängen, Kinderbetreuung oder handwerkliche Tätigkeiten sein. „Man braucht keine Spezialfähigkeiten″, versichert Juliane Matthiessen.

Alle drei Monate ist ein Treffen zum persönlichen Austausch der Teilnehmer untereinander geplant. sel

Weitere Auskünfte zu den „St. Martins-Talenten″ der Kirchengemeinde Raisdorf erteilt Juliane Matthiessen unter Tel. 04307/ 823971.

    

 

Quelle: Kieler Nachrichten vom 23.11.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Umstrittener Ort des Kreuzes ist jetzt der Andachtsraum

During-Arbeit im Haus der Kirche – St.-Martin in Raisdorf noch immer eine Baustelle

During_Kreuz

Das bisher in der St.Martins-Kirche platzierte During-Kreuz hängt jetzt im Andachtsraum im Raisdorfer Haus der Kirche. Fotos Kuhl

Uebergabe

Eine Bronze-Schatulle mit alten und neuen Bauplänen, Münzen und Tageszeitung versenkten jetzt (von links) Pastorin Simone Liepolt, Albert Plank vom Kirchengemeinderat und Pastor Klaus Grottke im neugestalteten Altarraum.

Schwentinental. Die Umbauarbeiten in der Raisdorfer St.- Martins-Kirche sind noch in vollem Gange. Am Sonntag, 16. Dezember, wird der neu gestaltete Altarraum mit deutlich kleinerem Kreuz in einem Festgottesdienst ab 10 Uhr eingeweiht.

Das imposante During- Kreuz, dessen Umzug von vielen Raisdorfern zum Teil heftig kritisiert wurde, hat bereits einen neuen Platz im Andachtsraum im Haus der Kirche gefunden. Der für seinen Ursprungszweck wieder eingerichtete Andachtsraum, der zuletzt als Jugendraum genutzt wurde und in dem nun auch wieder kleinere Gottesdienste gefeiert werden können, werde laut Pastorin Simone Liepolt und Pastor Klaus Grottke von Mitgliedern der Kirchengemeinde sehr gut angenommen. Dazu würden auch die täglichen Öffnungszeiten von 7 bis 16 Uhr beitragen.

Im Zuge der laufenden Bauarbeiten in der St.-Martins- Kirche versenkten Raisdorfs Pastoren jetzt eine Bronze-Schatulle mit neuen und alten Bauplänen, Münzen, aktueller Tageszeitung und weiteren Dokumenten. Zuvor hatten Mitarbeiter der Fachfirma Czaikowski aus dem niedersächsischen Holle bei den Bauarbeiten unter der Steinplatte des Altars eine Bleihülse gefunden.

Darin befanden sich neben Bauzeichnungen auch Fotos vom damaligen Pastor Fitzner und seiner Frau sowie einige sehr persönliche Anmerkungen. „Wenn in späteren Zeiten dieses Schriftstück wieder ans Tageslicht kommt, soll deutlich werden, dass es durchaus keine Engel und Heiligen waren, die diese Kirche erbaut haben, sondern fehlbare Menschen″, hatte Fitzner sich vor gut 50 Jahren seinen Frust über Schwierigkeiten beim Bau von Kirche und Pastorat von der Seele geschrieben.

Die heutige Neugestaltung des Altar- und Kirchraums in der St.-Martins-Kirche verläuft nach turbulenter Planungsphase mittlerweile unproblematisch. Der aus marmorähnlichem römischen Travertin-Gestein gestaltete Altarbereich hat statt fünf Stufen jetzt verschiedene Ebenen, sogenannte Podestlandschaften. Kanzel, Altar und Taufbecken rücken wieder an ihre Ursprungsbereiche.

Die bislang starke räumliche Trennung von Altar und Kirchraum werde laut Pastorin Liepolt dank der rund 180 000 Euro teuren Maßnahme optisch deutlich aufgelockert. uhl

 

  

Quelle: Kieler Nachrichten vom 30.10.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Krippe macht den Anfang

Neuer Kindergarten in Betrieb genommen

Schwentinental. Sonntag Einweihung, Montag Einzug: Seit gestern füllt sich langsam der neue Kindergarten der Kirchengemeinde Raisdorf. Nach dem Gottesdienst am Sonntag durften Eltern, Kinder und Gemeindemitglieder erstmals die neuen Räumlichkeiten besichtigen. „Sehr einladend″,

Kindergarteneinweihung
Pastorin Simone Liepolt (Mitte) begrüßte Kinder, Eltern und Gemeindemitglieder im neuen Kindergarten. Gestern zogen die ersten Krippenkinder ein. Foto Seliger
 freute sich Nadja Papadopoulos über das neue Tagesdomizil für Tochter Zoei (2) aus der Mäusegruppe. Janine Trinkler, Mutter der zweijährigen Josefin, empfand besonders die großen Fenster als positiv, die für Helligkeit sorgten. „Es ist der Hartnäckigkeit von Frau Liepolt zu verdanken, dass diese Kindertagesstätte entstanden ist″, bemerkte Bürgervorsteherin Angelika Lange-Hitzbleck in ihrer Rede.

Tatsächlich war es ein weiter Weg von den ersten Planungen bis zum fertigen Bau, bei dem wetterbedingte Probleme und ein möglicherweise zu ambitionierter Zeitplan nur die letzte Etappe waren. Schwierig waren auch die Verhandlungen mit der Stadt über die Finanzierung, da das Haus auf einem Grundstück der Kirche steht. Die Stadt zahlt nun jährlich 70 000 Euro Miete für das Haus, in dem zukünftig zwei altersgemischte und zwei Gruppen für unter Dreijährige untergebracht sein werden. Die Kirchengemeinde hat das Gebäude, das insgesamt 2,4 Millionen Euro kostete, finanziert. Fertig ist bisher allerdings erst der erste Bauabschnitt, in dem die Krippengruppen untergebracht sind. Die Kinder wurden seit August im alten Pastorat provisorisch betreut. „Noch in diesem Jahr″, so Pastorin Simone Liepolt, soll aber auch der zweite Bauaubschnitt fertig sein. Dann können die beiden Gruppen aus ihrem langjährigen Provisorium im Haus der Kirche ebenfalls umziehen.

Die Pastorin, die bekanntermaßen nach Heikendorf wechseln wird, freute sich, noch bei der Eröffnungsfeier dabei sein zu können. Der Neubau bietet im Übrigen nicht nur altersgerechte Entfaltungsmöglichkeiten für Kinder. Darin verborgen ist auch ein Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Schwentinental, das den Kindergarten und das Haus der Kirche mit Strom und Wärme versorgt.

sel

  


Quelle:
Kieler Nachrichten vom 8.9.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

During-Kreuz zieht um

Umbauarbeiten in der St. Martins-Kirche beginnen am Montag

Schwentinental. Nachdem der Kirchenkreis Plön-Segeberg die geplanten Umbaumaßnahmen in der St. Martins-Kirche in Raisdorf/Schwentinental genehmigt hat, werden die Arbeiten am Montag beginnen. Das teilte der Kirchengemeinderat mit. Das During-Kreuz werde deshalb abgenommen und nach einer fachkundigen Reinigung Ende der Woche seinen neuen Platz im Haus der Kirche beziehen. Dort ist der frühere Andachtsraum nach sieben Jahren als Provisorium für die Jugend wieder für seinen ursprünglichen Zweck hergerichtet worden. Das Stäbchenparkett wurde saniert. Mit einem Modell demonstriert der Kirchenvorstand, wie das Kruzifix des Raisdorfer Künstlers Fritz During künftig an der Stirnwand des Raumes hängen soll. Damit es auch aus dem Saal, der beispielsweise zu Weihnachten zusätzlich geöffnet wird, gut erkennbar ist, wird das Kreuz allerdings tiefer hängen als an seinem jetzigen Ort im Triumphbogen.

Voraussichtlich einmal im Monat soll in dem Andachtsraum ein Gottesdienst stattfinden. Der Raum sei außerdem fünf Tage die Woche tagsüber geöffnet, das Kruzifix werde also besser zugänglich sein als in der St. Martins-Kirche, warben die Kirchengemeinderats- Mitglieder Jens Gloyer und Albert Plank für den neuen Standort.

Wegen des vorgesehenen Kreuz-Umzugs waren die Umbaupläne von vielen Mitgliedern in der Kirchengemeinde heftig kritisiert worden. Das Szenario mit dem Modell hatten auch Vorstand und Beirat der During-Stiftung, dessen Vorsitzende Landrätin Stephanie Ladwig ist, am Mittwoch besichtigt. Anschließend teilte Kreis-Pressesprecher Björn Demmin mit, die Stiftung bleibe bei der Bitte, das Kruzifix an seinem Standort in der St. Martins-Kirche zu belassen, bis der Umbau des Chorbereiches abgeschlossen sei. Danach solle das Zusammenspiel von Chorraum und Kruzifix neu bewertet werden. Das sei für die Fritz-During-Stiftung als Inhaberin des Urheberrechts nach wie vor das vorrangige Ziel. Zum Standort im Haus der Kirche hätten die Mitglieder lediglich festgestellt, dass dieser „nicht unangemessen“ wäre. Rechtliche Schritte gegen den nun geplanten Ortswechsel will die Stiftung aber nicht einleiten, da eine jahrelange gerichtliche Auseinandersetzung mit ungewissem Ausgang nicht anzustreben sei.

Während der Umbauarbeiten ist die St. Martins- Kirche geschlossen. Die Gottesdienste finden vor allem in der St. Ansgar-Kapelle in Wildenhorst statt. Zum Advent sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein. sel

Haus der Kirche

 

 

 

 

 

Anhand des aufgehängten Modells lässt sich nachvollziehen, wie das During-Kreuz im Andachtsraum des Hauses der Kirche wirken kann.

Foto Seliger

  

  

  

  

  

  

   

  

 
 
Quelle:
Kieler Nachrichten vom 30.8.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Kirchenkreis stärkt Raisdorfern den Rücken

Grünes Licht von höchster Stelle für die Umgestaltung des Altarraumes und die Auslagerung des During-Kreuzes

Schwentinental. Für die geplante Neugestaltung des Altarraumes der Schwentinentaler St. Martinskirche hat es jetzt grünes Licht vom Kirchenkreisrat Segeberg-Plön gegeben. Die Entscheidung sei nach ausführlicher Berücksichtigung auch der kritischen Anmerkungen einstimmig getroffen worden, teilte Propst Klaus Kasch, Vorsitzender des neunköpfigen Gremiums, auf Nachfrage mit. „Wir unterstützen den Kirchengemeinderat in Raisdorf und sind der Ansicht, dass er bei seiner Entscheidungsfindung sehr umsichtig gehandelt hat – auch im Dialog mit den Kritikern dieses Projektes″, betonte Kasch. „Wir haben kein Fehlverhalten feststellen können.″ Was die Finanzierung der Altarraum-Neugestaltung betrifft, gebe es keinerlei Bedenken. Und auch der vorgesehene neue Standort für das During-Kreuz im Haus der Kirche im Raisdorfer Fernsichtweg sei laut Kasch „ein würdiger Rahmen″.

Der Raisdorfer Kirchengemeinderat möchte das Projekt nach Auskunft des stellvertretenden Vorsitzenden Jens Gloyer nun möglichst zügig umsetzen. Zuvor werde es aber noch einen für Anfang September geplanten Ortstermin im Haus der Kirche mit der During-Stiftung des Kreises Plön geben.

Die Neugestaltung des Altarraums und insbesondere die Auslagerung des During-Kreuzes ist umstritten. Das Herauslösen des Kruzifix’ aus der seinerzeit geschaffenen künstlerischen Einheit Kreuz/St. Martinskirche verletze das Urheberrecht, so die Kritiker.     uhl

   



Quelle:
Kieler Nachrichten vom 17.8.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Die neue Führung steht vor schweren Aufgaben

Kindergartenneubau am Fernsichtweg, Altarraum in der St. Martinskirche

Klaud GrottkeSchwentinental. Der Kirchengemeinderat Raisdorf hat mit Pastor Klaus Grottke einen neuen Vorsitzenden. Er wurde als Nachfolger von Sabine Baeskow gewählt, die ihr Amt bereits im Mai aus persönlichen und beruflichen Gründen niedergelegt hat, aber weiter Mitglied im Kirchengemeinderat bleibt. Grottkes frühere Position als Stellvertreter übernimmt Jens Gloyer.

Das neue Führungsteam steht vor einer ganzen Reihe schwerer Aufgaben: Zum einen ist da der Kindergartenneubau im Fernsichtweg, der sich aufgrund der lang anhaltenden Feuchtigkeit verzögert hat. Wie Gloyer berichtet, muss das Gebäude nun maschinell getrocknet werden, der anvisierte Einzugstermin mit Beginn des neuen Kindergartenjahres war deshalb nicht möglich. Alle angemeldeten Kinder seien aber untergebracht worden, als Provisorium werden Räume im alten Pastorat genutzt. Anfang Oktober sollen nun die ersten beiden Gruppen dort einziehen können, im November die anderen beiden. Da Kindergartenbau zurzeit sehr gefragt sei, müsse die Kirchengemeinde außerdem höhere Kosten in Kauf nehmen, zurzeit werde laut Gloyer mit 2,45 Millionen Euro gerechnet.

Die nächste Baustelle, auch im wörtlichen Sinne, wird die St. Martinskirche sein – hier soll, wie mehrfach berichtet, der Altarraum umgestaltet werden. Die Maßnahme ist in der Kirchengemeinde umstritten, da zum Konzept auch die Entfernung des Kruzifixes von Fritz During gehört. Zwei Mitglieder des Kirchengemeinderats hatten deshalb auch dem Gremium den Rücken gekehrt. Das During- Kreuz soll im Andachtsraum des Hauses der Kirche seinen neuen Platz finden. Die Baumaßnahmen müssen aber noch vom Kirchenkreisrat genehmigt werden, der am Freitag, 24. August, tagen wird. Die Ausschreibungen laufen bereits. Die Kosten werden voraussichtlich 184 000 Euro betragen.

Außerdem muss die Kirchengemeinde sich nach einer neuen Pastorin umsehen, da Simone Liepolt nach zehn Jahren in Raisdorf zum November nach Heikendorf wechseln wird. Sie habe bei ihrer engagierten Arbeit für die Kirchengemeinde insbesondere wichtige Akzente in der Kindergarten-, Familienund Seniorenarbeit gesetzt, so der Kirchengemeinderat in seiner Pressemitteilung. sel

Foto:Archiv/Zimmer




Quelle: Kieler Nachrichten vom 21.6.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Kreuz-Asyl im Haus der Kirche?

Kirchengemeinde weiterhin tief zerstritten

Schwentinental. Die seit Monaten anhaltende Diskussion um die geplante Neugestaltung des Altarraums in der St. Martins-Kirche ging am Dienstagabend im Haus der Kirche in eine neue Runde.

War es tatsächlich „ein letzter verzweifelter Aufschrei″, wie Frieder Henf es als Sprecher der Gegner des umstrittenen Projektes formulierte, den Kirchengemeinderat „zur Einsicht″ zu bewegen? Fakt ist, dass sein Antrag, die vor allem wegen der Entfernung und Neuplatzierung des During- Kreuzes umstrittene Baumaßnahme zurückzustellen, mit großer Mehrheit von den anwesenden Mitgliedern der Kirchengemeinde Raisdorf verabschiedet wurde. Henf begründete den Antrag mit einem aus seiner Sicht weitaus dringlicheren Sanierungsbedarf an den kirchlichen Gebäuden in Raisdorf.

Das eindeutige Votum der Versammlung hat aber nur empfehlenden Charakter, ist also keineswegs bindend für den Kirchengemeinderat. Dennoch werde man darüber „selbstverständlich″ in der nächsten Vorstandssitzung beraten und abstimmen, betonte Pastor Klaus Grottke. Zuvor hatte er die Kosten für die Altarraum-Neugestaltung mit einem „Höchstbetrag von 184 000 Euro″ beziffert. Die Finanzierung soll über eine Rücklagenentnahme (momentaner Stand: 198 000 Euro) und die für das Projekt eingegangenen Spenden erfolgen. Eine Prüfung des Bauantrags und der Finanzierung seitens der Kirchenkreisverwaltung stehe laut Auskunft von Propst Matthias Petersen übrigens noch aus. Neu war für die gut 100 anwesenden Zuhörer der außerordentlichen Gemeindeversammlung auch die Mitteilung von Pastor Grottke, dass der Kirchengemeinderat nicht zuletzt aufgrund urheberrechtlicher Bedenken von einer Neuplatzierung des During-Kreuzes auf dem Friedhof Abstand nimmt. Als Alternativ-Standort ist nun der Andachtsraum im Haus der Kirche vorgesehen. „Damit bleiben die Kosten überschaubar und das Kreuz steht weiter geschützt in einem geschlossenen Raum″, so Grottke.

Die große Mehrheit der anwesenden Zuhörer kann sich jedoch auch mit dem neuen Vorschlag nicht anfreunden und macht sich weiterhin für einen Verbleib des During- Kreuzes in der St. Martins- Kirche stark. Henf wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es sich um ein „ortsspezifisches Kunstwerk″ handelt und auch die During-Stiftung des Kreises Plön die Auffassung vertritt, das Kreuz am jetzigen Standort in der Kirche zu belassen. In einem zweiten ebenfalls mit großer Mehrheit beschlossenen Antrag wurde schließlich der Wunsch an den Kirchengemeinderat herangetragen, der Stiftungs-Empfehlung zu folgen oder aber als Kompromissvorschlag den jetzigen Standort nach erfolgter Baumaßnahme neu zu bewerten. Die lebhafte Debatte im Versammlungsraum, bei der die Befürworter der Neugestaltungspläne deutlich in der Minderheit waren, zeigte einmal mehr, dass derzeit ein tiefer Riss durch die in zwei Lager gespaltene Kirchengemeinde Raisdorf geht. „Das macht mich besonders traurig″, bemerkte eine Zuhörerin unter zustimmendem Beifall.

uhl




Quelle: Kieler Nachrichten vom 15.6.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

St. Martin: Kosten und Urheberrecht

 

Gemeindeversammlung zur Kirchen-Umgestaltung

Schwentinental. Zu einer außerordentlichen Gemeindeversammlung lädt der Raisdorfer Kirchenvorstand, der seit Gründung der Nordkirche „Kirchengemeinderat″ heißt, für Dienstag, 19. Juni, ab 19.30 Uhr ins Haus der Kirche, Fernsichtweg 34, ein.

Auf der Tagesordnung sind neben den Formalien die Punkte „Kosten und Finanzierung der Altarraumumgestaltung″ sowie „Urheberrechtsfragen″ vorgesehen. Letztere beziehen sich darauf, ob das von Fritz During geschaffene Kruzifix von seinem jetzigen Ort in der St. Martins-Kirche entfernt und an einem anderen Ort aufgehängt werden darf, so wie es das neue Altarraum-Konzept vorsieht.

Eine Gruppe von Gemeindemitgliedern hatte Unterschriften gesammelt, um diese Punkte in einer Gemeindeversammlung zu diskutieren. Wie Pastor Grottke mitteilte, werden die geplanten Maßnahmen insgesamt etwa 184 000 Euro kosten. Darin enthalten ist die Umgestaltung des Altarraums in eine Podestlandschaft und der Seitenwechsel der Kanzel, eine verbesserte Beleuchtung für die gesamte Kirche, neue Prinzipalstücke (Taufe, Altar, Kreuz, Lesepult) sowie ein neuer Anstrich für den gesamten Innenraum. Das Geld dafür sei in der Baurücklage der Kirchengemeinde vorhanden, so Grottke, es habe außerdem Spenden dafür gegeben.

Der Beginn der Umbauten ist für Mitte August geplant. Ziel der Maßnahme ist unter anderem die Aufhebung der Trennung von Altarraum und Kirchengemeinde. „Wir setzen darauf, dass wir fair miteinander umgehen und in der Sache diskutieren″, sagte Jens Gloyer, Mitglied des Kirchengemeinderates.

Die Versammlung ist öffentlich, rede-, antrags- und stimmberechtigt sind allerdings nur Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Raisdorf.

sel




Quelle: Kieler Nachrichten vom 4.5.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet
   

During-Kreuz sorgt weiter für Spannungen

Schwentinental. Wie geht es weiter mit der Umgestaltung des Altarraums der St. Martins- Kirche in Raisdorf/ Schwentinental, und was wird aus dem During-Kreuz? Das wird Thema bei einer außerordentlichen Gemeindeversammlung der Kirchengemeinde am Dienstag, 19. Juni, ab 19.30 Uhr im Haus der Kirche sein.
 
Die Versammlung wurde beantragt von der Gruppe, die sich für den Verbleib des During-Kreuzes an seinem Platz einsetzt. Dabei sollen Fragen der Finanzierung und des Urheberrechts zur Sprache kommen. Im Konzept zur Umgestaltung ist vorgesehen, die Trennung zwischen Altarraum und Kirche zu ändern und deshalb das hängende Kruzifix durch ein schmales Standkreuz tiefer im Altarraum zu ersetzen. „Wir vom Kirchenvorstand würden weiter gerne dieses Konzept umsetzen“, so Pastor Klaus Grottke. Doch es solle erst das Ergebnis der Versammlung abgewartet werden.
 
Gegen einen Umzug des Kreuzes hatte sich auch die Fritz-During-Stiftung des Kreises Plön ausgesprochen, die den künstlerischen Nachlass des Raisdorfer Bildhauers verwaltet. Zu den geplanten Umbaumaßnahmen in der Kirche gehören auch die Auflösung der bestehenden Stufen in eine Podestlandschaft, ein fester Ort für die Taufe und der Umzug der Kanzel auf die beleuchtungstechnisch günstigere gegenüberliegende Seite. sel
 
 

Quelle: Kieler Nachrichten vom 4.5.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Die halbe Strecke ist geschafft

Richtfest in der Kita am Fernsichtweg

Schwentinental. Halbzeit beim Bau der neuen Kindertagesstätte am Raisdorfer Fernsichtweg: Über dem neuen Gebäudekomplex am Haus der Kirche schwebt jetzt der Richtkranz. Bei strahlendem Sonnenschein konnte Pastorin Simone Liepolt zu dem feierlichen Zeremoniell neben Eltern und Kindern auch Vertreter der Stadt Schwentinental und der Kirche sowie viele an der Planung Beteiligte als Gäste begrüßen.

Ein Dank ging von Simone Liepolt an die Firmen für den bislang reibungslosen Ablauf der Bautätigkeiten. Nach langer Planungsphase hatten sich die Stadt Schwentinental und die Kirchengemeinde Raisdorf als Bauherrin, wie mehrfach berichtet, letztlich auf ein Finanzierungsmodell verständigt, das nach Fertigstellung des Kita- Neubaus eine städtische Anmietung vorsieht.

Zum 1. August dieses Jahres und damit pünktlich zum neuen Kindergartenjahr sollen die Räume bezogen werden können. Kinder aus vier Gruppen, zwei altersgemischten und zwei Krippengruppen für unter Dreijährige, werden dann in dem neuen Gebäude betreut. Zusammen mit der Waldgruppe und den in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße beheimateten vier zusätzlichen Gruppen bietet die Kirchengemeinde Raisdorf in Zukunft dann neun Kindergartengruppen an. uhl


Richtfest KindergartenÜber der künftigen Kindertagesstätte am Haus der Kirche im Raisdorfer Fernsichtweg schwebt jetzt die Richtkrone.

Foto Kuhl










Quelle: Kieler Nachrichten vom 21.2.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Schade, aber „es ist nicht mehr zu schaffen”

Raisdorfer Weltladen schließt vermutlich im September – Personelle und finanzielle Lage sind nicht zukunftsfähig

Schwentinental. Der Weltladen Raisdorf befindet sich auf dem „geordneten Rückzug”.

Weltladen

Sie gehörten zu den Ehrenamtlichen, die den Weltladen Raisdorf jahrelang betrieben haben: Maren Bellin (links), Brigitte Gloyer und Arthur Rothenstein. Die Gruppe wird den Laden im Herbst schließen.

Foto Seliger

 Voraussichtlich im September wird der Laden schließen, da sowohl die personelle als auch die finanzielle Lage nicht zukunftsfähig seien, wie Gruppenmitglieder mitteilten. „Es ist eine vernünftige Entscheidung, weil es nicht mehr zu schaffen ist, aber es ist trotzdem schade” sagt Maren Bellin, die sich seit Jahren für den Weltladen engagiert hat.

Das kleine Geschäft in der Klaus-Groth- Straße schräg gegenüber des Schwentinentaler Rathauses wird komplett ehrenamtlich betrieben und führt sowohl fair gehandelten Kaffee, Tee und Schokolade als auch Taschen, Musikinstrumente und andere Artikel aus Projekten in der dritten Welt. Das bekannteste und auch beliebteste Produkt ist der „Schwentinental- Kaffee”, der nach der Fusion von Raisdorf und Klausdorf mit dem Logo der Stadt verkauft wird. Wobei die Gruppe zwar der Kirchengemeinde Raisdorf angeschlossen ist, aber schon vor der Fusion auch eine Klausdorfer Mitstreiterin hatte.

Zwei Gründe waren ausschlaggebend für die Entscheidung, zu der sich die Gruppe nun durchgerungen hat: Das Personal und das Geld. Zwar gebe es nach einem absoluten Helfer-Tief 2010 wieder mehr Schultern, auf die die Arbeit verteilt werden kann, berichtet Arthur Rothenstein. Viele langjährige Mitglieder seien aber inzwischen etwas ermüdet oder hätten andere Prioritäten, und die Jungen seien mit Beruf und Familie mehrfach belastet. Brigitte Gloyer, seit zehn Jahren für die Organisation des Verkaufspersonals zuständig, stellt deshalb fest: „Es wird immer schwieriger, verlässliche Öffnungzeiten zu garantieren.” Außerdem müsse sich jemand auch um den Einkauf kümmern. Dazu komme, dass der Umsatz nicht mehr ausreiche, um die Kosten zu decken, die selbst ein ehrenamtlich geführtes Geschäft habe, erklärt Maren Bellin.

Früher habe der Laden davon profitiert, dass er sich auch auf weiter entfernten Märkten präsentiert habe. Dafür fehlten aber inzwischen die Leute, die mehrere Tage für so eine Aktion opferten. Der Weltladen hatte 1984 mit einem kleinen Angebot im Eingang der Bücherei Raisdorf begonnen. Mit dem Einzug in den eigenen Laden wurde das Angebot ausgeweitet. Darüberhinaus gehen die Gruppenmitglieder auch in Kindergärten, Schulen und zu kirchlichen Veranstaltungen, um dort zielgruppengerecht über Produkte der Dritten Welt, globalen Handel und faire Alternativen zu informieren. Diese inhaltliche Arbeit, so hoffen Maren Bellin und Arthur Rothenstein, soll auch nach dem Aus für das Geschäft weitergeführt werden, ebenso das Projekt „faire Bälle” gemeinsam mit dem Raisdorfer TSV. Der Ansatz, mit fairem Handel etwas zu bewegen, sei aber keineswegs gescheitert, so Maren Bellin, im Gegenteil: „Immer mehr Supermärkte führen „Fair-Trade-Ware”. Den Bildungsaspekt, der für die Raisdorfer Gruppe immer wichtiger geworden sei, könnten Supermärkte natürlich nicht leisten. sel




Quelle: Kieler Nachrichten vom 28.1.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

During- Kreuz muss umziehen

Kirchenvorstand entscheidet mehrheitlich für Raum-Umgestaltung wie geplant - Kirchenvorsteher Haberland zurückgetreten

Schwentinental. Der Altarraum der St. Martins-Kirche im Schwentinentaler Ortsteil Raisdorf wird umgestaltet wie geplant - und das heißt, dass das During-Kreuz, das den Raum heute prägt, umziehen muss. So beschloss es der Raisdorfer Kirchenvorstand mehrheitlich. "Er herrschte eine ausgesprochen ruhige Atmosphäre", schilderte Propst Matthias Petersen die Sitzung, deren Leitung er übernommen hatte.

Von den eingeladenen Gemeindegliedern waren nach seiner Schätzung etwa 150 ins Haus der Kirche gekommen, andere Interessenten und die Presse waren nicht zugelassen. Einziger Tagesordnungspunkt war der Antrag der Gemeindeversammlung vom ersten Advent, das Kreuz des Raisdorfer Künstlers Fritz During an seinem Ort im Triumphbogen zu belassen. Nach Ansicht der Mehrheit im Kirchenvorstand trägt es aber zur Trennung von Altarraum und Gemeinde bei. Diese Trennung sollte durch die Umgestaltung aufgehoben werden.

Wie Pastor Klaus Grottke berichtete, wurden zu Beginn der Sitzung noch einmal die Argumente ausgetauscht. Es waren auch noch weitere Unterschriften gesammelt worden, sowohl für den Verbleib des During Kreuzes an seinem Ort als auch für die Umgestaltung des Altarraums wie geplant. Der Antrag auf ein Moratorium in dieser Frage wurde mit der Mehrheit von zehn zu zwei Stimmen abgelehnt. Der Antrag der Gemeindeversammlung zum Verbleib des Kruzifixes wurde mit neun Stimmen abgelehnt, zwei waren dafür, einer hatte sich enthalten. Der Kirchenvorstand habe aber beschlossen, ein Gremium einzurichten, so Grottke, in dem jeweils vier Vertreter beider Richtungen gemeinsam mit vier Vertretern des Kirchenvorstands, den Architekten und des Kirchenamtes gemeinsam nach einem alternativen Standort für das Kreuz suchen. Von den Architekten war ein eigenes Kabinett auf dem Friedhof vorgeschlagen und entsprechende Entwürfe seien bei der Sitzung auch gezeigt worden. Möglich sei aber auch ein anderer Ort, beispielsweise der Andachtsraum im Haus der Kirche, der wieder frei wird, wenn der Kindergarten fertig ist und die provisorische Gruppe einziehen kann.

Kirchenvorsteher Joachim Haberland, der den Verbleib des Kruzifixes am bisherigen Ort vertreten hatte, trat nach der Abstimmung mit sofortiger Wirkung zurück. Seiner Ansicht nach gebe es eine breite Mehrheit in der Bevölkerung für den Verbleib des Christus in der Kirche. Er müsse den gefassten Beschluss zwar respektieren, könne ihn aber nicht nach außen vertreten, teilte er gestern in einer Presseerklärung mit. Er habe sein Amt stets mit viel Herzblut erfüllt, könne eine solche Entwicklung aber nicht mehr mittragen . "Wir müssen nun einen Weg finden, weiter freundlich miteinander umzugehen", meinte Sabine Baeskow, Vorsitzende des Kirchenvorstands, auf KN-Nachfrage. Einige Gegner der Umgestaltung fühlten sich nun verletzt.

Der Kirchenvorstand werde nun in Verhandlungen treten, um das Gremium zu bilden, das einen würdigen Alternativstandort für das Kruzifix finden soll. "Ich bin immer noch zutiefst traurig", sagte Frieder Henf, der in der Gemeindeversammlung den Antrag gestellt hatte. "Ich hatte gehofft, dass die Wertigkeit inzwischen anders gesehen wird". Seiner Ansicht nach sei es außerdem ein Fehler gewesen, dass der Kirchenvorstand zuerst beschlossen und dann die Gemeinde unterrichtet habe. "Anders herum wäre es richtig gewesen".

Die Entwürfe waren zwar bereits im Sommer bei einem öffentlichen Kolloquium vorgestellt worden, dieses hatte jedoch an einem Montagvormittag stattgefunden und war schlecht besucht gewesen. sel



Quelle:
Kieler Nachrichten vom 13.1.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Kirchengemeinde Raisdorf sucht eine Lösung für die Crux mit dem Kruzifix

Viele Gläubige möchten das During-Kreuz auch in Zukunft im Inneren ihres Gotteshauses sehen
 

Schwentinental. Wie geht es weiter mit der geplanten Umgestaltung des Altarraums in der St. Martins-Kirche in Raisdorf - und was wird aus dem During-Kreuz?

Darüber will der Kirchenvorstand in einer Sitzung am Donnerstag, 26. Januar, ab 19.30 Uhr im Haus der Kirche entscheiden. Dazu eingeladen sind die Mitglieder der Kirchengemeinde Raisdorf. Einziger Tagesordnungspunkt ist die Entscheidung über den Antrag der Gemeindeversammlung, der sich für einen Verbleib des Kreuzes an seinem Ort ausspricht.

Die Vorgeschichte: Schon lange gibt es Pläne, den Altarraum der St. Martins-Kirche umzugestalten. Dazu wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Zu den Auflagen gehörte unter anderem, die starke Trennung zwischen Altarraum und Gemeinde zu überwinden, die vor allem durch die fünf Stufen, aber auch durch das große Kruzifix des Raisdorfer Künstlers Fritz During im Triumphbogen, entsteht. Der Entwurf, für den sich der Kirchenvorstand mehrheitlich entschieden hatte und der während der Gemeindeversammlung am ersten Advent von der Architektin Nicole Stölken vorgestellt wurde, sieht deshalb den Umzug des Kreuzes in ein eigens gestaltetes Kabinett am Friedhof vor. Statt dessen soll es an der Wand des Altarraums ein neues, schmales Kreuz geben.

Zwar hatte sich ein Teil der Gemeindeversammlung dafür aufgeschlossen gezeigt, es gibt jedoch erhebliche Widerstände gegen einen Umzug des During-Kreuzes. Die Sitzung des Kirchenvorstands am 26. Januar wird Propst Matthias Petersen leiten. Außerdem werden voraussichtlich anwesend sein: Heiko Seidel, Leiter des Baudezernats des Nordelbischen Kirchenamtes, Heike Krüger, Architektin der Kirchenkreisverwaltung des Kirchenkreises Plön-Segeberg und Architektin Nicole Stölken vom Hamburger Büro Stölken Schmidt.

Weil sich im Zuge der Diskussion um das Kreuz herausstellte, dass viele Raisdorfer wenig oder gar nichts über den Künstler wissen, will außerdem nun der Heimatbund Aufklärung leisten und hat eine Ausstellung über Fritz During vorbereitet, die am Sonnabend, 21. Januar, von 10.30 bis 18 Uhr und Sonntag, 22. Januar, von 11bis 18Uhr in der Seniorentagesstätte amDorfplatz in Raisdorf zu sehen ist. Den Eröffnungsvortrag am Sonnabend ab 10.30 Uhr hält Julia Meyer, Leiterin des Kreismuseums in Plön.

Der Nachlass besteht aus 200 Skulpturen

Der Bildhauer (1910-1993) wurde im Spreewald geboren, studierte in Berlin, bis die Nationalsozialisten die Klasse seines Professors Ludwig Gies schlossen, wurde Mitarbeiter der Kieler Kunstkeramik und begann nach dem Krieg neu in Raisdorf. Für seinen künstlerischen Nachlass, der aus rund 200 Plastiken und Reliefs besteht, errichtete der Kreis Plön 1996 die Fritz- During-Stiftung. sel

Altarraum

Während der Gemeindeversammlung am ersten Advent hatte der vom Kirchenvorstand in Raisdorf geplante Umzug des During-Kreuzestür heftige Diskussionen gesorgt. Nun will der Kirchenvorstand in öffentlicher Sitzung über den Antrag der Gemeindeversammlung entscheiden.

Foto Seliger

 

  

 

 

Quelle: Kieler Nachrichten vom 11.1.2012 Die Kieler Nachrichten im Internet

Wiederbelebung für "Konfi & Friends"

Raisdorf hat eine neue Gemeindepädagogin Schwentinental.

Etwas mehr als zwei Jahre war die Stelle der Gemeindepädagogin in der Kirchengemeinde Raisdorf in Schwentinental unbesetzt. Diese Zeiten sind vorbei: Die 29-jährige Nina Lemburg hat zum Monatsbeginn die Aufgabe übernommen und wird sich nun vor allem um die Kinder- und Jugendarbeit kümmern. "Wir freuen uns sehr", sagte Pastorin Simone Liepolt.

Nina Lemburg stammt aus Neumünster und hatte zuerst eine Ausbildung als Erzieherin absolviert.Nina Lemberg Doch schon seit ihrer Konfirmation hat sie sich in ihrer heimatlichen Kirchengemeinde ehrenamtlich engagiert. "Ich habe mich dann entschlossen, diese ehrenamtliche Tätigkeit zum Beruf zu machen", sagt sie.

Nach der Weiterbildung in Marburg zur Gemeindepädagogin hat sie bereits zweieinhalb Jahre Berufserfahrung in Warnemünde gesammelt. In Raisdorf wird sie nun nicht nur die Jungschar weiterführen, sondern auch das Projekt "Konfi & Friends" wiederbeleben. Dabei handelt - es sich um ein zusätzliches, offenes Angebot für Jugendliche im Konfirmandenalter, die dort ihre Freunde mitbringen dürfen, auch wenn diese selbst keine Konfirmanden sind. "Das war eingeschlafen, weil niemand das begleiten konnte", berichtet Pastorin Simone Liepolt. Die Wiederbesetzung der Stelle sei schwierig gewesen, da es sich lediglich um 20 Wochenstunden handele. In der Zwischenzeit behalf sich die Gemeinde mit Vertretungskräften. "Auch die Jugendlichen aus dem Jugendausschuss haben sehr viel getan - davor muss man sich verbeugen", so Simone Liepolt.

Nina Lemburg wird die Pastoren auch bei den Ferienfreizeiten und der Kinderbibelwoche unterstützen. Und noch im Januar steht das erste Konfirmandenwochenende an. Dabei könnte immer wieder ein Hobby der jungen Frau ganz nützlich sein: Sie kann Gitarre spielen.

sel

 



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